Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Wir stehen als Gastronominnen oft im Vergleich zu weißen Unternehmern. Die beziehen ja sehr viel aus der Region. Das ist ein Privileg, zu sagen, hey, ich beziehe alles aus der Region und kann damit meine Wurst machen, meinen Sauerkraut – das können wir halt nicht. Das ist schon ein großes Privileg und beschäftigt uns schon. Wir würden auch gerne Produkte bio und regional beziehen, aber es geht einfach aufgrund unserer Historie nicht.
Mit Authentizität werden wir im gastronomischen Bereich tagtäglich konfrontiert. Entweder bist du Fusion oder authentisch. Und für uns ist das Wort authentisch so ein bisschen… also ich würde jetzt nicht sagen Bullshit Wort, aber was ist authentisch? Also das, was deine Oma gekocht hat, achtzehnhundert-sowieso oder in welchem Raum bewegen wir uns? In welchem Klima? Da müsste man ein Museum erschaffen, um dann genau zu sagen was authentisch ist.
Ich bin Vegetarierin gewesen, seitdem ich 13, 14 war und habe sehr schnell angefangen, selbst zu kochen, weil ich mir die Sachen, die ich essen wollte, einfach selber beibringen musste. Ich bin bei meinem Papa und auch in seinem Restaurant aufgewachsen. Das Essen im Restaurant selbst, das war chinesisches Essen, kein vietnamesisches. Das, was dann abends von der Belegschaft gekocht wurde, nachdem das Restaurant zu war, war vietnamesisches Family-Essen – da habe ich auch nicht so viel mitgegessen, weil das auch nicht vegetarisch war. Daher war das eigentlich sehr lange mein eigener Weg.