Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich mache eigentlich nur gỏi cuốn selbst, und das ist für mich genau das – so ein familiärer Vibe. Für mich ist das einfach Familie.
Wir hatten ein chinesisches Restaurant, deswegen brauchten wir dort andere Zutaten als für das vietnamesische Essen zu Hause. Fast jeden Samstag ist mein Vater zum vietnamesischen Großhandel gefahren, um Zutaten einzukaufen – auch Dinge, die extra von vietnamesischen Leuten zubereitet worden waren, zum Beispiel bánh cuốn in großen Mengen. Wenn wir es nicht dorthin geschafft haben, hatten wir das Glück, dass ein Mann aus Tschechien Touren gefahren ist. Das war wie ein Supermarkt im LKW. Ein vietnamesischer Händler mit einem ausgebauten Transporter, der in die kleinen Städte kam und dort Kräuter, Koriander und andere vietnamesische Zutaten verkauft hat, die man im normalen Supermarkt nicht bekommt. Immer wenn dieser Mann gekommen ist, war das wie ein magisches Auto für mich. Ich glaube daher tatsächlich, dass das auch was mit der Größe der Stadt und mit Verfügbarkeiten zu tun hat. Wenn man in einer Großstadt wohnt – wie Erfurt oder andere große ostdeutsche Städte wie Chemnitz oder Leipzig – da hatten die Leute ganz andere Infrastrukturen. Da ist man in den Großhandel gefahren und holt sich seine Sachen. Aber wenn man eher abgeschottet ist oder in einer kleineren Stadt wohnt, dann ist man darauf angewiesen, dass man regelmäßige Fahrten an diese größeren Orte macht oder dass jemand kommt. Eine leichte Zugänglichkeit gab es daher auch einfach nicht.
