Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Wir machen jetzt Chinesisch, weil viele unserer alten Gäste das Essen mögen. Vietnamesische Gerichte gibt’s hier überall, und die sind oft gleich. Wenn wir ein vietnamesisches Restaurant aufmachen würden, müssten wir etwas anderes machen als die anderen – und das ist schwierig. Wenn du vietnamesisch kochst, musst du dich auskennen. Sonst klappt das nicht. Es ist auch eine Frage von Personal, Angebot und Nachfrage. Wenn es hier schon viele vietnamesische Restaurants gibt, und du machst noch eins mit Gerichten, die kaum jemand kennt, hast du ein Problem. Deshalb machen wir Chinesisch. Das ist eine Geschäftsentscheidung, keine Frage der Identität.

Wenn man sich unter Migras aus Global South unterhält, oder allem, was sich weg bewegt von europäischer oder französischer Küche, geht es viel darum, nach Ermessen und Intuition zu kochen.

Meine Oma hat nicht plötzlich angefangen deutsche Gerichte zu kochen. Deshalb gibt es da vielleicht ein selbstverständlicheres Verhältnis zur Esskultur. Aber für mich hat das eine große Bedeutung, es ist emotional. Wenn ich sage, ich will dieses Kochbuch von meiner Mama und Oma haben und die Gerichte nachkochen, dann will ich, dass das nicht verloren geht. Das ist eher ein Diaspora-Ding.

Schämt euch nicht für
euer Essen!