Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Wenn du ein Gericht kennst und denkst: ‚Oh, schmeckt gut’ – dann kannst du dir diesen Geschmack merken. Wie? Du isst, aber nicht gleich runterschlucken. Augen zu, abspeichern. Ein paar Mal so machen – und du merkst dir den Geschmack wirklich.
Wir waren ja bis 13, 14 in Vietnam – da nimmst du den typischen Geschmack von jedem Gericht auf. Du isst es immer wieder und weißt genau, wie es schmecken muss. Hier versuchst du dann, diesen Geschmack wieder hinzubekommen. Man lernt das von der Mama, später auch selbst. Und manchmal erinnerst du dich an einen bestimmten Geruch von früher, den du dann wiederfinden willst. Wie der Geruch von Sài Gòn in den Gassen. Und plötzlich gehst du in Paris durch eine Straße und es riecht genauso. So ist das auch mit dem Essen. Ich habe einen bestimmten Geschmack von hủ tiếu im Kopf – den kennst du einfach von früher. Die haben da irgendwas reingetan, keine Ahnung was, aber es war genau dieser Geschmack. Heute riechst du das oft gar nicht mehr, wenn du irgendwo bist. Aber in Paris, da gibt’s diesen Geruch noch. Und dein Gehirn erkennt ihn sofort wieder. Das passiert nur bei bestimmten Gerichten – die, die sich irgendwie festsetzen, die im Gedächtnis bleiben.
Das hängt auch davon ab, wie man selbst Geschmack empfindet. Wenn du merkst: So schmeckt’s mir nicht, aber so wie ich’s jetzt mache, ist es besser – dann machst du’s eben so. Das Grundrezept bleibt gleich, aber man entwickelt es für sich selbst einfach ein bisschen weiter.