Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich glaube, viel Wissen, was wir auch von unseren Eltern haben, viele Bräuche, viele kulturelle Codes, das nimmt man ja einfach so mit. Also gerade, wenn man aufwächst in der Kindheit, denkt man ja nicht: ‚Das ist jetzt ein Brauch’, sondern man weiß das einfach, man macht es eben mit. Und erst später kommt diese Reflexion, dass man das auch einordnen kann. Was bedeutet das eigentlich für mich? Was bedeutet das für meine Familie? Inwiefern hat das was mit Identität zu tun? Mein Wissen über vietnamesisches Essen ist daher sehr fluide – einfach mitgenommen von dem, was mein Papa gekocht hat, was Freunde gekocht haben oder später seine Freunde, wenn wir gemeinsam gegessen haben.
Ich glaube, für viele Việt-Leute ist das ein größerer Kampf. Es gibt einfach mehr Biografien, die sagen: ‚Ich hatte nie vietnamesische Freunde‘ oder ‚Ich habe das Kochen nie wirklich gelernt‘. Ich hatte das auch stark – ich wollte in meiner Jugend lieber weiß sein. Ich habe oft den Eindruck, dass es bei meinen türkischen oder arabischen Friends nie ein Thema war, zu sagen: ‚Ich bin das nicht, ich möchte das nicht sein‘. Ich kenne das mehr von Việt-Friends, dass sie eher den Wunsch hatten, das wirklich abzulegen.
Wir haben uns bei DASHI von westlichem Essen in Asien inspirieren lassen, und unser Interieur ist geprägt von den Cha Chaan Tengs in Hongkong. Hongkong war ja sehr lange eine Kolonie der britischen Kolonialmacht. Und so ist das Essen da ja entstanden. Japan hatte sehr viele westliche Einflüsse und Japan hat dann wiederum Taiwan beeinflusst. Die Franzosen haben Vietnam besetzt und daraus entstand bánh mì. Also, da sind sehr viele Inspirationen, wie westliches Essen auch nach Asien gekommen ist. Das ist so Hauptinspirationsquelle für uns.