Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Ich war lange vegan, und das hat schon was bei meiner Familie ausgelöst – Entfremdung ist ein bisschen übertrieben – aber irgendwas war da. Jetzt esse ich auch wieder Fleisch, wenn ich da bin, wenn es da Essen gibt. Meine Tante hat an Weihnachten wirklich meine Hand genommen, und meinte so: Es ist so schön, dass du wieder Fleisch isst. Da habe ich die Tragweite meines dreijährigen Veganismus verstanden. Aber nach zwei Jahren hat meine Oma bánh tét mal mit veganem Hackfleisch gemacht.

Warum ich in die Gastro wollte, ist, um das auch persönlich zu verarbeiten. Zu sagen: „Ich schäme mich nicht mehr dafür und dass Gastronomie auch empowernd sein kann. Man kann Storytelling machen, man kann viel zurückholen und sagen: Den Boden zu schrubben, bis 2 Uhr morgens abzuwaschen, Kisten zu schleppen, auch die Eltern einfach mal in deiner eigenen Zelle nachzuempfinden, wie hart die eigentlich gearbeitet haben, um uns ein Studium im Ausland und zu ermöglichen, damit wir auch eine Zukunft haben. Das haben sie gemacht, weil sie uns lieben, aber sie haben das durch die Gastronomie gemacht.

I think maybe all children had to go through being forced to eat bitter melon because it has cooling properties. And now I really enjoy eating it and my parents grow their own. So I think this vegetable really reminds me of home and how much I have grown into an adult and can finally enjoy it.

Schämt euch nicht für
euer Essen!