Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Meine Eltern sind in den 80er Jahren nach Deutschland gekommen und leben jetzt schon sehr lange hier. Bei ihnen merke ich, dass dieses Nostalgische oder die Sehnsucht manchmal da ist – und dann auch wieder nicht. Meine Mutter sagt zum Beispiel: ‚Ach, bánh mì bò schmeckt hier nicht so gut – in Deutschland ist es doch besser.’ Da schaut man vielleicht mit weniger Sehnsucht, sondern mit mehr Rationalität darauf.

Damals in den 90ern, so Imbissessen, das war immer “China-Pfanne”. Und das auch nicht mit einer respektvollen Konnotation, sondern eben „Wir gehen jetzt zu den, „Fidschies“, oder zu den „Schlitzies“ oder was auch immer, und holen wir uns eine China-Pfanne.“ Das ist so wie bei Döner auch, nicht immer mit Respekt verbunden.

Ich bin Vegetarierin gewesen, seitdem ich 13, 14 war und habe sehr schnell angefangen, selbst zu kochen, weil ich mir die Sachen, die ich essen wollte, einfach selber beibringen musste. Ich bin bei meinem Papa und auch in seinem Restaurant aufgewachsen. Das Essen im Restaurant selbst, das war chinesisches Essen, kein vietnamesisches. Das, was dann abends von der Belegschaft gekocht wurde, nachdem das Restaurant zu war, war vietnamesisches Family-Essen – da habe ich auch nicht so viel mitgegessen, weil das auch nicht vegetarisch war. Daher war das eigentlich sehr lange mein eigener Weg.

Schämt euch nicht für
euer Essen!