Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Most of my cooking memories as a child were wrapping chả giò. We’d wrap for the whole day with all my cousins and aunties. And my mum would guide my hands on how to do this. As I got older, my father taught me how to make more elaborate things like doughs for traditional dumplings–how to get the consistency right and how to balance flavors, and tricks on how to make things tender.
Ich glaube, viel Wissen, was wir auch von unseren Eltern haben, viele Bräuche, viele kulturelle Codes, das nimmt man ja einfach so mit. Also gerade, wenn man aufwächst in der Kindheit, denkt man ja nicht: ‚Das ist jetzt ein Brauch’, sondern man weiß das einfach, man macht es eben mit. Und erst später kommt diese Reflexion, dass man das auch einordnen kann. Was bedeutet das eigentlich für mich? Was bedeutet das für meine Familie? Inwiefern hat das was mit Identität zu tun? Mein Wissen über vietnamesisches Essen ist daher sehr fluide – einfach mitgenommen von dem, was mein Papa gekocht hat, was Freunde gekocht haben oder später seine Freunde, wenn wir gemeinsam gegessen haben.
Ich glaube, dass wir, die diasporisch sind – die in Deutschland geboren sind, aber deren Eltern aus einem anderen Land kommen, deren Eltern eine Migrationsgeschichte haben –, dazu neigen, unsere Erinnerungen und unser diasporisches Wissen teilweise auch ein bisschen zu romantisieren oder vielleicht sogar manchmal zu überhöhen. Weil es uns mehr bedeutet oder etwas anderes bedeutet – oder weil wir mehr daraus ziehen als Menschen, für die das alltäglich ist. Ich denke einfach, dass es für uns vielleicht noch mal etwas anderes ist, wenn man so einen Teller bánh xèo oder bánh cuốn vor sich hat – das ist mit super viel Arbeit verbunden. Da hängen vielleicht bestimmte Erinnerungen dran. Wenn ich aber in Vietnam bin und zu meinen Cousinen sage: ‚Lass uns bánh cuốn, bánh xèo essen’, dann ist das für sie einfach ein normaler Dienstag, an dem sie in ein Restaurant fahren. Es hat für sie eine ganz andere Selbstverständlichkeit als für uns, denke ich.