Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Das ist auch eine bewusste Provokation, das wir sagen „Hey, wir sind weder authentisch, noch sind wir Fusion, sondern wir kochen das, worauf wir Lust haben.“ Wir machen die richtige Recherche und befassen uns auch inhaltlich damit. Aber um das zu benennen: Es hat auch etwas mit Rassismus zu tun und um Machtverteilung. Also A, wer darf was kochen und B, wie wird das gesehen und wer bezahlt wie viel dafür?

Ich war lange vegan, und das hat schon was bei meiner Familie ausgelöst – Entfremdung ist ein bisschen übertrieben – aber irgendwas war da. Jetzt esse ich auch wieder Fleisch, wenn ich da bin, wenn es da Essen gibt. Meine Tante hat an Weihnachten wirklich meine Hand genommen, und meinte so: Es ist so schön, dass du wieder Fleisch isst. Da habe ich die Tragweite meines dreijährigen Veganismus verstanden. Aber nach zwei Jahren hat meine Oma bánh tét mal mit veganem Hackfleisch gemacht.

Wir hätten jetzt auch keine italienischen Pasta, wenn wir das zeitlich eingrenzen, weil Nudeln wurden in China erfunden. Und das ist ja ein Prozess – Essen entwickelt sich, ist im Prozess und im Wandel. Es hat viel mit Kolonialisierung und Migration zu tun, wie bewährt sich die Welt mit Politik und auch mit Essensressourcen.

Schämt euch nicht für
euer Essen!