Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
I think recently,… because I lost my grandma last year. I think my most memorable experience with food is her making thịt kho because it is something that everyone in my family loves. And that was the last dish she made before she passed. Unfortunately, I didn’t get to eat it because I’m so far away. This dish is a very memorable one because of her.
Ich war in Leipzig und in einem vietnamesischen Restaurant essen. Dort hat mich dann der chú gefragt: ‚Bố mẹ cháu ở đâu, bố mẹ cháu làm gì?’ Und dann habe ich erzählt, dass mein Vater auch ein Restaurant in Thüringen hat. Der meinte dann so: ‚Oh Thüringen, thành phố nhỏ thế! Dann verkauft dein Vater bestimmt auch noch Ente süß-sauer, oder?’ Und das ist ja total wahr. Je kleiner der Ort, desto eher ist es noch so, dass die Akzeptanz und die Neugierde für vietnamesisches Essen kleiner war und desto größer war auch die Chance, dass ein Vietnamese dort noch gebratene Nudeln, gebratenen Reis und Ente süß-sauer verkauft. Das hat viel mit Akzeptanz und Fremdzuschreibung zu tun, das hat aber auch viel mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Ich glaube, es ist nicht so, dass man sagt, dass es ideell für mich wäre, wenn wir vietnamesisch verkaufen würden, sondern wir verkaufen das, was wir verkaufen, weil wir halt Geld annehmen müssen, weil wir Miete bezahlen müssen. Das ist dann eine eher rationale Rechnung.
Ich habe bei einem Việt-Treff gemerkt, dass es schon eine männliche Sozialisierung gibt. Meine Mutter hat nicht wirklich erwartet, dass wir drei Brüder richtig beim Kochen mithelfen. Beim gỏi cuốn machen habe ich mal vergessen, die Stärke von den bún-Nudeln abzuwaschen. Als ich die dann mitgebracht habe, haben die total zusammengeklebt. Dann haben mich die Girls vom Việt-Treff richtig ausgelacht, und meinten so: ‚Man merkt, dass du nie in der Küche mitgeholfen hast‘. Das war lustig dadurch diese Diskrepanz zu bemerken: Ich kann eigentlich solide kochen, aber im Gegensatz dazu gar nicht so richtig vietnamesisch – vielleicht wegen der männlichen Sozialisierung. Deswegen versuche ich das jetzt aufzubauen. Mit dem Kochen meine ich es schon ernst, dass ich die Sachen nachkochen möchte.