Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Der Geschmack ist dann einfach anders. Jede Familie macht es eben auf ihre Weise – die einen tun bestimmte Sachen rein, und die Kinder wachsen damit auf. Für sie ist das dann ganz normal. Und bei anderen ist es eben anders gekocht, und auch das ist dann normal. Es heißt ja nicht, dass es nicht schmeckt – jeder hat eben so seine kleinen Geheimnisse. Zum Beispiel Gulasch – das muss bei mir unbedingt angebraten werden. Mit Röstaromen und mit Weißwein. Wenn du das nicht mit Weißwein anröstest, schmeckt es zwar, aber da fehlt einfach was. Da fehlt ein bestimmtes Aroma. Manche lassen das ganz weg. Oder sie machen’s anders – geben zum Beispiel viel von diesen Fünf Gewürzen rein, dass es dann sehr intensiv riecht. In manchen Familien ist das eben so: viele Gewürze, richtig kräftig. Aber bei uns kommt das nicht rein.
Vietnamesisches Essen hat eine riesige Bedeutung für mich. Einerseits ist es Zugang zur Kultur, andererseits eine Art Verwurzelung über die Ernährung.
Es wird immer dieses Spannungsfeld geben zwischen dem, was wir servieren wollen, was wir authentisch finden, und dem, dass man eben Kund*innen gewinnen muss. Man kann natürlich auch selbst Impulse setzen, das sollte man auch, aber so wird es nicht sein, dass man einfach sagt: ‚Weil mắm tôm uns am besten schmeckt, machen wir das als Hauptspeise.’ Denn natürlich gibt es dieses Spannungsfeld zwischen dem, was wir servieren und vermitteln wollen, was sich verkauft und wie man mit seinem Laden überleben kann.