Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

There’s a gap in the Vietnamese diasporic community here in Germany. The ones that went through the Western education system in academia – a lot of the things that they’re researching and doing, is important, but is also inaccessible for many. In the arts and culture sector, it’s perhaps inaccessible where people don’t feel so welcome in those spaces.

Ich sage immer, dass das, was es in den typischen vietnamesischen Restaurants in Deutschland gibt, dass das việt-deutsches Essen ist und gar nicht per se das vietnamesische Essen, so wie wir das von zuhause kennen. Das ist eine eingedeutsche Version von vietnamesischem Essen.

Wir hatten ein chinesisches Restaurant, deswegen brauchten wir dort andere Zutaten als für das vietnamesische Essen zu Hause. Fast jeden Samstag ist mein Vater zum vietnamesischen Großhandel gefahren, um Zutaten einzukaufen – auch Dinge, die extra von vietnamesischen Leuten zubereitet worden waren, zum Beispiel bánh cuốn in großen Mengen. Wenn wir es nicht dorthin geschafft haben, hatten wir das Glück, dass ein Mann aus Tschechien Touren gefahren ist. Das war wie ein Supermarkt im LKW. Ein vietnamesischer Händler mit einem ausgebauten Transporter, der in die kleinen Städte kam und dort Kräuter, Koriander und andere vietnamesische Zutaten verkauft hat, die man im normalen Supermarkt nicht bekommt. Immer wenn dieser Mann gekommen ist, war das wie ein magisches Auto für mich. Ich glaube daher tatsächlich, dass das auch was mit der Größe der Stadt und mit Verfügbarkeiten zu tun hat. Wenn man in einer Großstadt wohnt – wie Erfurt oder andere große ostdeutsche Städte wie Chemnitz oder Leipzig – da hatten die Leute ganz andere Infrastrukturen. Da ist man in den Großhandel gefahren und holt sich seine Sachen. Aber wenn man eher abgeschottet ist oder in einer kleineren Stadt wohnt, dann ist man darauf angewiesen, dass man regelmäßige Fahrten an diese größeren Orte macht oder dass jemand kommt. Eine leichte Zugänglichkeit gab es daher auch einfach nicht.

Schämt euch nicht für
euer Essen!