Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich war in Leipzig und in einem vietnamesischen Restaurant essen. Dort hat mich dann der chú gefragt: ‚Bố mẹ cháu ở đâu, bố mẹ cháu làm gì?’ Und dann habe ich erzählt, dass mein Vater auch ein Restaurant in Thüringen hat. Der meinte dann so: ‚Oh Thüringen, thành phố nhỏ thế! Dann verkauft dein Vater bestimmt auch noch Ente süß-sauer, oder?’ Und das ist ja total wahr. Je kleiner der Ort, desto eher ist es noch so, dass die Akzeptanz und die Neugierde für vietnamesisches Essen kleiner war und desto größer war auch die Chance, dass ein Vietnamese dort noch gebratene Nudeln, gebratenen Reis und Ente süß-sauer verkauft. Das hat viel mit Akzeptanz und Fremdzuschreibung zu tun, das hat aber auch viel mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Ich glaube, es ist nicht so, dass man sagt, dass es ideell für mich wäre, wenn wir vietnamesisch verkaufen würden, sondern wir verkaufen das, was wir verkaufen, weil wir halt Geld annehmen müssen, weil wir Miete bezahlen müssen. Das ist dann eine eher rationale Rechnung.
I believe my cooking is sort of a mix of my inherited cultures and what is accessible to me. So it might not always follow the traditional path, but sticks to those major flavors, and I mean, what is Vietnamese food for the diaspora? Can we make it whatever we want or is it only what people are eating now or have eaten in Vietnam?
Unsere Eltern, wenn die rausgehen, die können weder Zeitung – also jetzt mittlerweile die deutsche Sprache verstehen sie halbwegs – aber zu Anfangszeiten, wenn du rausgehst: Du kannst nicht ins Kino gehen, zum Kiosk, die Zeitung kannst du nicht lesen, die Menschen sehen anders aus, du kannst an der Theke kein Fleisch bestellen, gar nichts. Das Einzige, was du hast, ist vielleicht einmal im Monat zum Asiamarkt zu gehen und dann deine rau răm, rau mùi, Bambus und das alles zu kaufen. Das ist was dich am Leben hält und dir ein bisschen Glück gibt.