Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich bin damals oft mit meiner Mum und meinen Brüdern in den großen Asia-Markt in der nächsten Stadt gegangen und die hat uns Zeug schleppen lassen – unnormal. Das ist eine Erinnerung seit ich zehn bin, dass ich und meine Brüder – das ist es vielleicht, meine männliche Sozialisierung zum Essen – nicht mitkochen, aber alles tragen sollten. Allein die Basis mit 26 Kilo Säcken Jasminreis und dass das Auto immer voll war. Und in unserer Kleinstadt waren wir auch gut vernetzt mit anderen Vietnamesen. Es gab eine Frau, die einen sehr gut ausgestatteten Asialaden hatte. Der war extrem klein und es waren gefühlt drei Regale, aber die hatte eigentlich alles. Daher gab es dieses Zugangsproblem bei uns nicht.

Der Geschmack ist dann einfach anders. Jede Familie macht es eben auf ihre Weise – die einen tun bestimmte Sachen rein, und die Kinder wachsen damit auf. Für sie ist das dann ganz normal. Und bei anderen ist es eben anders gekocht, und auch das ist dann normal. Es heißt ja nicht, dass es nicht schmeckt – jeder hat eben so seine kleinen Geheimnisse. Zum Beispiel Gulasch – das muss bei mir unbedingt angebraten werden. Mit Röstaromen und mit Weißwein. Wenn du das nicht mit Weißwein anröstest, schmeckt es zwar, aber da fehlt einfach was. Da fehlt ein bestimmtes Aroma. Manche lassen das ganz weg. Oder sie machen’s anders – geben zum Beispiel viel von diesen Fünf Gewürzen rein, dass es dann sehr intensiv riecht. In manchen Familien ist das eben so: viele Gewürze, richtig kräftig. Aber bei uns kommt das nicht rein.