Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich war sehr, sehr lange Veganerin und viele aus der Community haben mich dann auch mal gefragt: ‚Wie reagieren denn eigentlich deine Eltern drauf, wenn du chay isst?’ Dafür ist nicht so viel Verständnis da. Bei mir war das aber ganz anders: Die bà nội meines Vaters, also meine Uroma, die ist über 100 Jahre alt geworden und war selber Vegetarierin. Deshalb gab es da nie eine schlechte Konnotation mit ăn chay. Aber dadurch, dass ich so lange vegan war, gab es schon immer mal wieder Kommentare wie: ‚Oh, auch keine Milch, keine Eier?’ Aber dieses ăn chay an sich war nicht negativ behaftet, weil man ja wusste, dass meine Uroma vegetarisch gegessen hat, und das ist nicht so schlecht.
Wir hätten jetzt auch keine italienischen Pasta, wenn wir das zeitlich eingrenzen, weil Nudeln wurden in China erfunden. Und das ist ja ein Prozess – Essen entwickelt sich, ist im Prozess und im Wandel. Es hat viel mit Kolonialisierung und Migration zu tun, wie bewährt sich die Welt mit Politik und auch mit Essensressourcen.
Wir haben einen Platz in dieser Gesellschaft. Unsere Eltern waren hier und haben sich das auch verdient. Du kannst auch laut sein. Und ich glaube, dazu können viele asiatische Kinder relaten. So wie wir aufgewachsen sind, hieß es immer „Sei mal lieber ruhig und halte dich bedeckt. Passt dich an und fall nicht aus dem Rahmen.“