Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Mein Vater hat ein nộm-Rezept, den viele Leute auch sehr gerne mit Erdnüssen und Koriander mögen. Er hat mir beigebracht, wie man das zubereitet. Er kocht auch einfach selbst sehr oft für mich und bringt das hierher, wenn ich zum Beispiel keine Lust habe zu kochen oder wenn ich keine Zeit habe. Das ist auch eine Geste, oder es ist eine Art von Comfort, die er mir da mitbringt.
Meine Mutter kocht sehr viel vegetarisch und da krieg ich auch sehr viel mit. Sie achtet zum Beispiel, auf den PH-Wert ihrer Ernährung, also eine sehr ausbalancierte Ernährung. Vieles ist inspiriert von Ohsawa, der beschäftigt sich mit Microbiotics und ich glaube, das sieht man in der vietnamesischen Esskultur unterbewusst auch, dass wenn wir essen, es immer rau oder canh und ein Protein unserer Wahl gibt. Das mache ich heute immer noch.
Ich war lange vegan, und das hat schon was bei meiner Familie ausgelöst – Entfremdung ist ein bisschen übertrieben – aber irgendwas war da. Jetzt esse ich auch wieder Fleisch, wenn ich da bin, wenn es da Essen gibt. Meine Tante hat an Weihnachten wirklich meine Hand genommen, und meinte so: Es ist so schön, dass du wieder Fleisch isst. Da habe ich die Tragweite meines dreijährigen Veganismus verstanden. Aber nach zwei Jahren hat meine Oma bánh tét mal mit veganem Hackfleisch gemacht.