Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Heute ist es durch Globalisierung und Online-Shops, schon einfacher an Ressourcen zu kommen.

Meine Oma hat nicht plötzlich angefangen deutsche Gerichte zu kochen. Deshalb gibt es da vielleicht ein selbstverständlicheres Verhältnis zur Esskultur. Aber für mich hat das eine große Bedeutung, es ist emotional. Wenn ich sage, ich will dieses Kochbuch von meiner Mama und Oma haben und die Gerichte nachkochen, dann will ich, dass das nicht verloren geht. Das ist eher ein Diaspora-Ding.

Ich glaube, viel Wissen, was wir auch von unseren Eltern haben, viele Bräuche, viele kulturelle Codes, das nimmt man ja einfach so mit. Also gerade, wenn man aufwächst in der Kindheit, denkt man ja nicht: ‚Das ist jetzt ein Brauch’, sondern man weiß das einfach, man macht es eben mit. Und erst später kommt diese Reflexion, dass man das auch einordnen kann. Was bedeutet das eigentlich für mich? Was bedeutet das für meine Familie? Inwiefern hat das was mit Identität zu tun? Mein Wissen über vietnamesisches Essen ist daher sehr fluide – einfach mitgenommen von dem, was mein Papa gekocht hat, was Freunde gekocht haben oder später seine Freunde, wenn wir gemeinsam gegessen haben.

Schämt euch nicht für
euer Essen!