Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Erstmal das Wort „Identität“ und auch „Heritage“. Das sind für mich Zentralwörter. Aber ich finde auch das Wort „Sentiment“ und auch noch „Nostalgie“. Also vor allen Dingen auch als Verbindung zu den Eltern. Vor allen Dingen ist es auch eine Sprache, die non-verbal von unseren Eltern weitergegeben wurde.

Die Art zu kochen kann man schon verändern, aber die Zutaten und wie sie reinkommen – das muss einfach so sein. Zum Beispiel: Wenn mein Mann Fleisch macht, dann muss er das Schweinefleisch unbedingt zehnmal waschen, um den Geruch mit Ingwer weg zu bekommen. Ich mache das manchmal nicht – und trotzdem schmeckt’s. Die Zubereitung macht am Ende sowieso jeder, wie er will.

Ich habe damals einen Text darüber geschrieben, wie es ist, im China-Restaurant zu arbeiten, obwohl ich vietnamesisch bin. Weil es mich einfach so geprägt hat – nach der Schule im Restaurant zu sitzen, Hausaufgaben zu machen, oder schon als Kind die Wochenenden dort zu verbringen und sich total zu langweilen. Dann mit irgendwelchen Kund*innen zu sprechen und gerade in der Kleinstadt auch mit Rassismus oder den Vorstellungen vom Essen umzugehen. Ich war natürlich auch konfrontiert mit der Haltung: ‚Jetzt gehen wir zum Chinesen.’

Schämt euch nicht für
euer Essen!