Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Mein Vater hat ein nộm-Rezept, den viele Leute auch sehr gerne mit Erdnüssen und Koriander mögen. Er hat mir beigebracht, wie man das zubereitet. Er kocht auch einfach selbst sehr oft für mich und bringt das hierher, wenn ich zum Beispiel keine Lust habe zu kochen oder wenn ich keine Zeit habe. Das ist auch eine Geste, oder es ist eine Art von Comfort, die er mir da mitbringt.

Für mich war der Prozess schon krass wichtig, sich ganz konkret mit Vietnamesisch-Sein auseinanderzusetzen und das würde ich nicht unterschätzen. Ich glaube, ich hatte länger eine eher kosmopolitische Haltung, aber wenn man sein ganzes Leben lang auf eine bestimmte Art und Weise verbesondert wird, sollte man sich auch damit auseinandersetzen. Kulturelle Errungenschaften haben voll viel Wert in jeder Kultur. Das macht deinen Horizont größer und auch den der Gesellschaft, wenn du das mit reinbringst. Für mich hat das nichts Nationalistisches oder Patriotisches, sondern es geht mehr darum: ‚Das gibt es auch und es ist schön, wenn das nicht unsichtbar gemacht wird.’

Ich habe mir diese ganzen veganen Gerichte selbst beigebracht. Aber auch immer mal meinen Vater gefragt: ‚Wie bereitet man das zu und wie kann ich da einen Weg finden, das zu veganisieren?’ Seitdem wir in derselben Stadt wohnen, treffen wir uns aber natürlich viel öfter. Das geht dann über den Telefonkontakt und die Frage ‚Wie soll ich das kochen?’ hinaus – wir sind dann zusammen hier und bereiten gemeinsam etwas zu.

Schämt euch nicht für
euer Essen!