Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Warum ich in die Gastro wollte, ist, um das auch persönlich zu verarbeiten. Zu sagen: „Ich schäme mich nicht mehr dafür und dass Gastronomie auch empowernd sein kann. Man kann Storytelling machen, man kann viel zurückholen und sagen: Den Boden zu schrubben, bis 2 Uhr morgens abzuwaschen, Kisten zu schleppen, auch die Eltern einfach mal in deiner eigenen Zelle nachzuempfinden, wie hart die eigentlich gearbeitet haben, um uns ein Studium im Ausland und zu ermöglichen, damit wir auch eine Zukunft haben. Das haben sie gemacht, weil sie uns lieben, aber sie haben das durch die Gastronomie gemacht.

Wir machen jetzt Chinesisch, weil viele unserer alten Gäste das Essen mögen. Vietnamesische Gerichte gibt’s hier überall, und die sind oft gleich. Wenn wir ein vietnamesisches Restaurant aufmachen würden, müssten wir etwas anderes machen als die anderen – und das ist schwierig. Wenn du vietnamesisch kochst, musst du dich auskennen. Sonst klappt das nicht. Es ist auch eine Frage von Personal, Angebot und Nachfrage. Wenn es hier schon viele vietnamesische Restaurants gibt, und du machst noch eins mit Gerichten, die kaum jemand kennt, hast du ein Problem. Deshalb machen wir Chinesisch. Das ist eine Geschäftsentscheidung, keine Frage der Identität.

Essen ist auch so ein Medium der Zusammenkunft. Ich glaube, wie wir im asiatischen Raum essen differenziert sich sehr stark von der europäischen, wo wir ja leben. Es geht sehr viel um Sharing. Ich meine wir haben cơm bình dân, wo alles geteilt wird.

Schämt euch nicht für
euer Essen!