Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Wir können nicht regional kochen, z.B. mit dem was Brandenburg zu bieten hat, weil wir uns dann entgegen unserer Identität und Geschichte bewegen würden. Und das macht dann unglücklich. Natürlich können wir jeden Tag Brot, Kartoffeln und Stulle essen, aber ich glaube da verlieren wir sehr viel von unserer Heritage und wenn man nicht sein Authentisches Ich leben kann, dann ist man sehr, sehr unglücklich. Es ist auch ein Privileg das auszuleben, der Mensch zu sein der man sein möchte und Essen ist ein großer Teil davon.

Erstmal das Wort „Identität“ und auch „Heritage“. Das sind für mich Zentralwörter. Aber ich finde auch das Wort „Sentiment“ und auch noch „Nostalgie“. Also vor allen Dingen auch als Verbindung zu den Eltern. Vor allen Dingen ist es auch eine Sprache, die non-verbal von unseren Eltern weitergegeben wurde.

Eine intensivere Auseinandersetzung und auch Wissensaneignung fand für mich eigentlich erst statt, als ich Gerichte veganisieren wollte und mich gefragt habe: Wie kocht man das? Wie bereitet man das eigentlich zu? Vieles kam schon auch von meiner Familie. Ich habe meinen Vater und meine Mutter angerufen und gefragt: ‚Was könnte ich damit machen?’ Ich habe aber auch einfach sehr viel experimentiert. Ich arbeite in meinem Kochprozess sowieso nicht mit genauen Mengenangaben oder Grammzahlen, sondern koche immer sehr viel nach Gefühl – mit der Zunge, mit den Geschmacksnerven, mit dem eigenen Geschmack. Als ich dann versucht habe, zum Beispiel bánh bao zu veganisieren, habe ich einfach experimentiert und versucht, so nah wie möglich an das heranzukommen, wie es sich für mich richtig angefühlt hat – wie ich mich daran erinnert habe.

Schämt euch nicht für
euer Essen!