Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Ich finde es genauso wichtig, einfach nur Community Care zu betreiben und zu schauen, was die Narrative sind, was die Punkte sind, die uns guttun. Denn ich denke, wenn man Vorwissen hat, spricht man immer mit einer anderen Selbstverständlichkeit über die Themen. Und wenn wir untereinander, also việt-deutsche Menschen, miteinander sprechen, dann ist das doch auch schön. Das schafft vielleicht einen anderen Raum der Selbstverständlichkeit, als wenn man immer mit dem Akt der Wissensvermittlung an Außenstehende herangehen muss.

Ich bin Vegetarierin gewesen, seitdem ich 13, 14 war und habe sehr schnell angefangen, selbst zu kochen, weil ich mir die Sachen, die ich essen wollte, einfach selber beibringen musste. Ich bin bei meinem Papa und auch in seinem Restaurant aufgewachsen. Das Essen im Restaurant selbst, das war chinesisches Essen, kein vietnamesisches. Das, was dann abends von der Belegschaft gekocht wurde, nachdem das Restaurant zu war, war vietnamesisches Family-Essen – da habe ich auch nicht so viel mitgegessen, weil das auch nicht vegetarisch war. Daher war das eigentlich sehr lange mein eigener Weg.

Ich war lange vegan, und das hat schon was bei meiner Familie ausgelöst – Entfremdung ist ein bisschen übertrieben – aber irgendwas war da. Jetzt esse ich auch wieder Fleisch, wenn ich da bin, wenn es da Essen gibt. Meine Tante hat an Weihnachten wirklich meine Hand genommen, und meinte so: Es ist so schön, dass du wieder Fleisch isst. Da habe ich die Tragweite meines dreijährigen Veganismus verstanden. Aber nach zwei Jahren hat meine Oma bánh tét mal mit veganem Hackfleisch gemacht.

Schämt euch nicht für
euer Essen!