Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich glaube, viel Wissen, was wir auch von unseren Eltern haben, viele Bräuche, viele kulturelle Codes, das nimmt man ja einfach so mit. Also gerade, wenn man aufwächst in der Kindheit, denkt man ja nicht: ‚Das ist jetzt ein Brauch’, sondern man weiß das einfach, man macht es eben mit. Und erst später kommt diese Reflexion, dass man das auch einordnen kann. Was bedeutet das eigentlich für mich? Was bedeutet das für meine Familie? Inwiefern hat das was mit Identität zu tun? Mein Wissen über vietnamesisches Essen ist daher sehr fluide – einfach mitgenommen von dem, was mein Papa gekocht hat, was Freunde gekocht haben oder später seine Freunde, wenn wir gemeinsam gegessen haben.
Essen hat sehr viel Bedeutung, auf jeden Fall. Nicht nur als Lebensmittel. In Deutschland hast du das Wort Lebensmittel, ein Mittel zum Leben. Und in Asien denke ich, vor allem in der vietnamesischen Community, ist es eine Life-Line, es geht um mehr als nur zum leben, es geht auch um Genuss. In Deutschland geht es, habe ich das Gefühl, es eher weniger um Genuss, es geht eher um ein Mittel, um nicht zu sterben, sondern zu leben.
In der Grundschulzeit hatte ich einen Freund, der immer, wenn ich in einen Raum gekommen bin, diesen Song gesungen hat: ‚Kätzchenfleisch, Kätzchenfleisch‘. Da gibt’s definitiv diese Klischees mit Hunde- und Katzenessen. Und ich erinnere mich, dass viele Deutsche nước mắm echt eklig fanden. Aber ich glaube, das ist jetzt schwierig zu sagen, weil sich das nun mit dem aktuellen Hype um die Việt-Kultur in Deutschland vermischt.