Mời cả nhà ăn cơm!

Komm, setz dich mit uns an den Tisch!

Ich bin in Potsdam aufgewachsen und meine Eltern haben das Privileg, dass das Dong Xuan Center in Berlin nicht so weit entfernt ist, das heißt, man konnte dann auch mal dahin fahren und die Sachen für zuhause und auch für die Läden beschaffen. Die machen das auch schon seit über 30 Jahren. Und bisher ist es auch so, dass wir eigentlich jede Woche immer noch selbst hinfahren.

Ich glaube, für viele Việt-Leute ist das ein größerer Kampf. Es gibt einfach mehr Biografien, die sagen: ‚Ich hatte nie vietnamesische Freunde‘ oder ‚Ich habe das Kochen nie wirklich gelernt‘. Ich hatte das auch stark – ich wollte in meiner Jugend lieber weiß sein. Ich habe oft den Eindruck, dass es bei meinen türkischen oder arabischen Friends nie ein Thema war, zu sagen: ‚Ich bin das nicht, ich möchte das nicht sein‘. Ich kenne das mehr von Việt-Friends, dass sie eher den Wunsch hatten, das wirklich abzulegen.

Dadurch, dass wir auch in der Schulkantine aufgewachsen sind und uns das auch geprägt hat, wollten wir zum Beispiel Königsberger Klopse, Bauernfrühstück und so weiter, irgendwann auch mal auf unsere Speisekarte setzen, einfach weil das auch ein Teil unserer Identität ist. Aber dann halt immer, also in Reinterpretation mit unserer eigene Note. Fischsoße oder MSG.

Schämt euch nicht für
euer Essen!