Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Ich mache eigentlich nur gỏi cuốn selbst, und das ist für mich genau das – so ein familiärer Vibe. Für mich ist das einfach Familie.
Ich habe bei einem Việt-Treff gemerkt, dass es schon eine männliche Sozialisierung gibt. Meine Mutter hat nicht wirklich erwartet, dass wir drei Brüder richtig beim Kochen mithelfen. Beim gỏi cuốn machen habe ich mal vergessen, die Stärke von den bún-Nudeln abzuwaschen. Als ich die dann mitgebracht habe, haben die total zusammengeklebt. Dann haben mich die Girls vom Việt-Treff richtig ausgelacht, und meinten so: ‚Man merkt, dass du nie in der Küche mitgeholfen hast‘. Das war lustig dadurch diese Diskrepanz zu bemerken: Ich kann eigentlich solide kochen, aber im Gegensatz dazu gar nicht so richtig vietnamesisch – vielleicht wegen der männlichen Sozialisierung. Deswegen versuche ich das jetzt aufzubauen. Mit dem Kochen meine ich es schon ernst, dass ich die Sachen nachkochen möchte.
Ich habe meine Hausaufgaben im Restaurant gemacht und da immer auch hinter der Theke, im Service oder in der Küche ausgeholfen. Oder wenn die Eltern nicht da sind, für die Schwester zu Hause gekocht. Also man musste relativ schnell erwachsen und selbstständig sein. Weil die Eltern mussten arbeiten und Geld verdienen.