Mời cả nhà ăn cơm!
Komm, setz dich mit uns an den Tisch!
Essen ist auch so ein Medium der Zusammenkunft. Ich glaube, wie wir im asiatischen Raum essen differenziert sich sehr stark von der europäischen, wo wir ja leben. Es geht sehr viel um Sharing. Ich meine wir haben cơm bình dân, wo alles geteilt wird.
Für mich war der Prozess schon krass wichtig, sich ganz konkret mit Vietnamesisch-Sein auseinanderzusetzen und das würde ich nicht unterschätzen. Ich glaube, ich hatte länger eine eher kosmopolitische Haltung, aber wenn man sein ganzes Leben lang auf eine bestimmte Art und Weise verbesondert wird, sollte man sich auch damit auseinandersetzen. Kulturelle Errungenschaften haben voll viel Wert in jeder Kultur. Das macht deinen Horizont größer und auch den der Gesellschaft, wenn du das mit reinbringst. Für mich hat das nichts Nationalistisches oder Patriotisches, sondern es geht mehr darum: ‚Das gibt es auch und es ist schön, wenn das nicht unsichtbar gemacht wird.’
Jeder zweite, dritte Gast fragt, was seid ihr? Sie kommen rein und fragen dann: „Was, seid ihr für eine Küche oder woher kommst du?“ Die müssen das schon in einer Schublade für sich im Kopf zuordnen können. Nach dem Motto: Ich betrete ein Laden, ein Restaurant, was kann ich jetzt erwarten? Und das ist dann für uns ein bisschen schwierig, weil wir unsere eigene Kategorie haben und wir das aufbrechen wollen.